Animierte Übungen: wenn Pfeile nicht ausreichen
Ein Pfeil auf der Tafel sagt wohin. Er sagt nicht wann — und in den meisten Übungen ist genau das „wann" der Teil, der falsch gelesen wird.
Was eine stehende Tafel nicht sagen kann
Zeichnen Sie einen Angriff mit vier Pfeilen und zeigen Sie ihn zwei Trainern. Beide lesen die Wege richtig. Der eine nimmt an, der Pass komme vor dem Lauf, der andere danach. Sie haben dieselbe Zeichnung gesehen und gehen mit unterschiedlichen Übungen heraus.
Einem stehenden Bild fehlen drei Dinge:
- Reihenfolge — was zuerst passiert und was die Antwort darauf ist.
- Gleichzeitigkeit — wer sich im selben Moment bewegt und wer wartet.
- Tempo — welche Bewegung ein Sprint ist und welche ein Gehen auf Position.
Alle drei werden an der Tafel durch Erklären ersetzt. Das funktioniert, solange Sie in der Halle stehen. Es funktioniert nicht, wenn die Übung aufs Handy eines Spielers geht, und nicht, wenn sie sechs Monate später wieder geöffnet wird.
Bild für Bild
Eine animierte Übung ist eine Folge von Positionen. Im ersten Bild steht jeder dort, wo er beginnt. Im zweiten dort, wo er nach dem ersten Zug ankommt. Die Bewegung dazwischen füllt das Programm; Sie entscheiden nur über die Positionen und darüber, wie lange der Übergang dauert.
Das klingt nach mehr Arbeit als eine einzelne Zeichnung, und für die erste Übung ist es das auch. Aber die Bilder beantworten alle drei Fragen von oben ohne ein Wort Erklärung.
Was zu zeichnen sich lohnt
Der übliche Fehler ist, die ganze Übung mit allen Spielern zu zeichnen. Eine Übung mit zwölf Figuren und acht Linien ist korrekt und unlesbar.
- Zeichnen Sie nur die Spieler, die am Zug beteiligt sind. Der Rest ist Hintergrund.
- Eine Übung, ein Zug. Zwei Varianten sind zwei Übungen.
- Eine Linie, die zu einem Moment gehört, hat in den anderen Bildern nichts verloren.
Der Test: Zeigen Sie die Animation jemandem, der nicht in der Besprechung war. Muss er fragen „warte, wer bewegt sich zuerst?", trägt das Bild zu viel.
Wenn die Übung an die Mannschaft geht
Eine exportierte Animation ist eine gewöhnliche Videodatei — sie geht in die Gruppe, in eine Nachricht, dorthin, wo die Mannschaft ohnehin schreibt. Wer die Einheit verpasst hat, sieht, was gearbeitet wurde, statt es sich vor der nächsten erzählen zu lassen.
Dasselbe gilt für die Spielvorbereitung: Die Bewegung des Gegners als Animation wird beim ersten Ansehen verstanden, während dieselbe Sache in Pfeilen jemanden braucht, der daneben steht und redet.